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Umweltgeschichte In den zurückliegenden 1.000 Jahren hat der Mensch weltweit seine Umwelt nachhaltiger und irreversibler verändert als in den vorangegangenen ca. 1,8 Mio. Jahren seit Beginn seiner Existenz als Homo erectus (Jäger). Umweltprozesse, die nicht rein naturbedingt sind, gehen auf den Menschen zurück, der Teil der Natur ist und diese fortwährend verändert. Vor allem mit Einführung von Ackerbau, Viehzucht und fester Siedlungstätigkeit hat eine sich stetig steigernde Umweltwirksamkeit des Menschen begonnen. Dieser Prozeß verstärkt sich seit dem 19. Jahrhundert durch Bevölkerungszunahme, Industrialisierung und wachsenden Lebensstandard. Historische Dokumente (u.a. Bilder und Karten, Quellen und Urkunden, Berichte) können bei der Erkundung der Umweltgeschichte herangezogen werden.
Einzelne Aspekte:
Bergstürze - Erosionsformen Muren und Lawinen
Vielfältiger Nutzungsraum des Menschen vom Mittelalter bis in die Neuzeit (u.a. Rodungen, Waldweide, Bergbau, Schiffsbau und Flößerei, Glashütten, Salinen, Harzgewinnung, Waldbienenwirtschaft)
Wechselbeziehung zwischen der Einwohnerzahl einer Landschaft und ihren Wildtieren. Erweiterung des landwirtschaftlichen Kulturlandes, Neuerungen im Agrarraum wie in der Wirtschaftsweise führten zu Veränderungen in der Tierwelt. Veranstaltungsform: Tagesseminar oder mehrtägiger Kurs Globale Umweltprobleme Globale Umweltprobleme sind ein relativ neues Thema der Umweltpolitik. Man versteht darunter Veränderungen in der Atmosphäre, in den Ozeanen und an Land, die dadurch gekennzeichnet sind, dass ihre Ursachen direkt oder indirekt menschlichen Aktivitäten zuzuschreiben sind... (Sachverständigenrat der Bundesregierung 1992). Die verschiedenen Aspekte können innerhalb einer Seminarveranstaltung als Problemaufriss dienen. Ebenso wichtig ist aber auch die Diskussion über Lösungsstrategien: Da Umweltfragen vor nationalen Grenzen nicht halt machen, spielen internationale Verhandlungen und Verträge eine entscheidende Rolle.
Bausteine:
Erdatmosphäre und Ozonabbau in der Stratosphäre
Bedeutung - Veränderungen (Degradationen) - Ursachen - Schutzmaßnahmen
Vorräte - Verbrauch - Verknappung und Verschmutzung - Lösungsansätze
Verbrauch - Reserven - Energieträger - Perspektiven und Optionen Veranstaltungsform: Einzelveranstaltung oder Einführungsvortrag Erarbeitung in Gruppen innerhalb eines Seminars Literatur: Helmut Jäger, Einführung in die Umweltgeschichte, (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) Darmstadt 1994 Umweltgeschichte (in: Geschichte lernen, 4/1988) Mensch und Umwelt (in: Praxis Geschichte, 4/1997) Handwörterbuch Internationale Politik (Hrsg. Wichard Woyke), Bonn 1995 Informationen zur politischen Bildung, 263/1999 Globalisierung Marc Fritzler, Ökologie und Umweltpolitik. Bonn 1997 Gerold Richter (Hrsg.), Bodenerosion, Analyse und Bilanz eines Umweltproblems. Darmstadt 1998 |